Gestiegener THC-Gehalt

Cannabis wird immer gefährlicher, weil der THC-Gehalt in den letzten Jahren erheblich angestiegen ist.

THC ist der psychoaktive Hauptwirkstoff, den die Hanfpflanze im Harz an den Trichomen der Blüten bildet. Die Behauptung, der Gehalt würde steigen, stammt aus dem Reich der Mythen und Märchen.

In Europa bewegen sich die THC-Konzentrationen von importiertem Cannabis seit Jahren konstant zwischen zwei und acht Prozent. Die THC-Konzentrationen von Cannabis, der in geschlossenen Räumen angebaut wird, hat aber aufgrund der „Sinsemilla- Technik“, (bei der die Bestäubung der weiblichen Pflanzen verhindert wird) zugenommen. Allerdings: Nur ein kleiner Anteil des Cannabis, der in Großbritannien, Deutschland, Irland und Portugal erhältlich ist, ist Sinsemilla-Cannabis. Nur in den Niederlanden dominiert Sinsemilla den Markt mit THC- Konzentration über zwölf Prozent. Es gibt aber bislang keinen wissenschaftlichen Beleg dafür, dass dieser erhöhte THC-Gehalt zu einer Zunahme von gesundheitlichen Problemen geführt hätte. (Grotenhermen 2005).

Weitere Quellen dazu: REITOX Bericht über die Drogensituation in Deutschland bzw. Europa; Studie des Trimbos Institutes über niederländisches Cannabis aus Coffeeshops; Statistik der Europäischen Beobachtungsstelle für Drogen und Drogenabhängigkeit (EMCDDA)

Nachgewiesen ist indes, dass bestimmte Zusätze zu Cannabisprodukten – Glas oder Blei, wie jüngst in Leipzig und Bayern gefunden – die Gesundheitsrisiken erheblich steigern. Letztlich ist die mangelnde Qualität (schwankender Wirkstoffgehalt und gesundheitsgefährdende Zusätze) typische Folge eines unregulierten Marktes, eines Schwarzmarktes.

Weitere Mythen rund um Cannabis

Weitere, uns oft entgegengebrachte Mythen und Legenden rund um Hanf:

  1. Gestiegener THC-Gehalt
  2. Cannabis ist eine Einstiegsdroge
  3. Psychosen und Abhängig von Cannabis
  4. Konsumenten sind schon entkriminalisiert
  5. Die Kriminalisierung ist erfolgreich

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