Die Kriminalisierung ist eine Hemmschwelle

Die Kriminalisierung ist eine Hemmschwelle gegen den Konsum von Cannabis.

Der Cannabiskonsum ist zwischen 1970 und 2005 trotz Kriminalisierung angestiegen. Zwei bis vier Millionen Menschen in Deutschland haben Erfahrungen mit dem Konsum von Cannabis. Hier von einer präventiven Wirkung der Kriminalisierung zu sprechen ist schon vermessen. Im Übrigen: Nur 2,8 Prozent der ehemaligen Cannabiskonsumenten geben an, dass sie aus Angst vor Bestrafung ihren Konsum aufgegeben hätten.

Etliche Untersuchungen zeigen darüber hinaus, dass kein Zusammenhang zwischen der Kriminalisierung und der Prävalenz des Drogengebrauches bestehen.  So zeigt etwa eine Untersuchung der Europäischen Drogenbeobachtungsstelle EBDD, dass es keinerlei Zusammenhang zwischen dem jeweiligen nationalen Strafmaß und der nationalen Prävalenz gibt (Jahresbericht 2011, PDF, Seite 55). Zu einem vergleichbaren Ergebnis kommt auch Reuband in einer Untersuchung über den Einfluss der unterschiedlichen Regelungen zur geringen Menge bei Cannabis in den Bundesländern (in: Gaßmann et al. Jugendliche und Suchtmittelkonsum. Freiburg 2009. S. 210ff). Und selbst die Bundesregierung gibt inzwischen zu, dass die staatsanwaltschaftliche oder gerichtliche Verfolgungspraxis keinen Einfluss auf den Konsum hat (PDF, Frage 15).

Weitere Mythen rund um Cannabis

Weitere, uns oft entgegengebrachte Mythen und Legenden rund um Hanf:

  1. Gestiegener THC-Gehalt
  2. Cannabis ist eine Einstiegsdroge
  3. Psychosen und Abhängig von Cannabis
  4. Konsumenten sind schon entkriminalisiert
  5. Die Kriminalisierung ist erfolgreich

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